Helmut Swoboda
Swobodas Kunst lebt von der Dialektik zwischen Landschaft und der Autonomie eines konzentrierten, fast monochromen Gemäldes. Seine künstlerische Energie offenbart sich am deutlichsten in den spannungsreichsten Bildern. Sie verweisen auf die Land-, Wasser- und Berglandschaften, die ihren Ausgangspunkt bilden, und thematisieren letztlich den Malprozess selbst.
Selbst die radikalsten, fast monochromen Gemälde lassen sich auf ihren Ursprung in der Landschaft zurückführen. Der Betrachter wird Assoziationen mit Nebel über einem See, herabstürzendem Wasser oder Schnee und Regen herstellen, selbst in weiß auf weiß gemalten Bildern. Geografische Bezüge bleiben anekdotisch und beziehen sich nicht auf reale Orte. Die Inszenierung der Farben und der Pinselstriche sind gleichermaßen wichtig für die Bildgestaltung. Darüber hinaus bestimmt der Malgrund (Holz, Leinwand usw.) das ästhetische Ergebnis ebenso wie die Maltechnik; gemeinsam erschaffen sie das Bild als autonome Realität.
(Peter Weiermair über Helmut Swoboda)



